Warum sind Kristalle so wertvoll?
Kristalle entstehen tief im Inneren der Erde, wenn flüssiges Magma durch Druck, Hitze und Bewegung der Erdkruste abkühlt und sich über Millionen von Jahren zu festen Kristallstrukturen formt. Je nach Temperatur, Druck, Feuchtigkeit und mineralischer Zusammensetzung entwickeln sie ihre einzigartigen Formen und Farben. Oxide in der umgebenden Erde – wie Eisenoxid – verleihen Kristallen ihre charakteristischen Farbtöne, etwa das Violett des Amethysts oder das Gelb des Citrins.
Aus Kristallen entstehen Edel- und Schmucksteine. Sie unterscheiden sich hauptsächlich durch ihren Härtegrad: Diamant, Rubin, Saphir und Smaragd zählen zu den Edelsteinen, alle weiteren werden als Schmucksteine bezeichnet. Je nach Schliff finden sie Verwendung als Schmuck, Natur- oder Trommelsteine sowie als Heilsteine für Körper und Raum.
Aufgrund ihrer atomaren Struktur und mineralischen Zusammensetzung wird Kristallen seit Jahrtausenden eine besondere Wirkung zugeschrieben. Viele Kulturen – von den alten Ägyptern bis zu Hildegard von Bingen – nutzten Kristalle zur Harmonisierung von Körper, Geist und Umgebung. Auch heute noch stehen sie für Schutz, Kraft und Bedeutung, sichtbar in Ritualen, Schmuckstücken und Zeremonien.